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Jeshuas Channelings Deutsch

Pamela Kribbe & Gerrit Gielen

Der Fremde

Der Fremde

Jeshua, gechannelt durch Pamela Kribbe

Liebe Menschen,

ich bin Jeshua. Ich komme zu euch, um mit euch die Christus-Energie, die Energie des Herzens zu teilen, die sich in euch allen erhoben hat.

Ich bin einer von euch, ein wahrhaftiger Freund und ein Bruder – nicht jemand, der hoch oben über euch steht, sondern jemand, der sich selbst ins Leben gestürzt hat und die Extreme des menschlichen Fühlens von innen heraus kennt. Ich bin einer von euch und bin hier in eurer Mitte, um euch auf euer Licht, eure Kraft und auf eure Fähigkeit anzusprechen, der Dunkelheit in eurem Leben in die Augen zu sehen und ihr die Hand zu reichen. Denn ihr seid Licht-Schöpfer, Teil von Gott, und als Licht-Schöpfer braucht ihr einen Raum der Dunkelheit, um darin euer Licht zu wirken. Dunkelheit ist ebenso Teil der Schöpfung wie Licht. Diese beiden Elemente spielen miteinander ein Spiel, das Spiel der Schöpfung.

In der Vergangenheit war euer Denken so streng, so voller Urteile, es wollte unterscheiden zwischen Gut und Schlecht, Licht und Dunkel, wollte kämpfen für das Licht und gegen das Dunkle, denn das erschien euch als eine gute Mission. Doch euch fehlt darin etwas, euch entgeht dann die Gesamtheit dessen, was Gott ist. Gott ist alles, umfasst alles – das Spiel der Elemente, das Spiel von Gut und Böse, Hell und Dunkel. Ich möchte euch bitten, mit dem Leben zu spielen und euch mit den Strömungen mitzubewegen, die sich aus Licht und Dunkelheit ergeben.

Sinnt einmal für euch selbst nach, was Licht eigentlich ist. Licht will von Natur aus leuchten, es will sich vermehren. Es möchte hinausstrahlen und damit weite Reisen an Orte unternehmen, an denen es zuvor noch nicht gewesen ist. Licht ist also expansiv.

Stellt euch dieses Licht einmal als einen herrlich funkelnden Springbrunnen vor, der voller Farbe und Leben ist, dann bekommt ihr ein Gefühl davon, wer Gott ist. Er ist kein Vater, der oben im Himmel sitzt. Gott ist das Leben selbst, das euch durchströmt. Und ihr seid seine wunderbarste Schöpfung. Gott feiert das Leben durch euch. Doch das Leben will immer strömen, es ist dynamisch, es sucht nach immer neuem Terrain. Es strömt, es lebt, es bewegt sich. Und darum will das Leben, will der Gott in euch alle Grenzen erkunden, die Grenzen des Bekannten überschreiten und neues Land betreten. Und dort, wo das Licht an seine Grenzen stößt, trifft es auf Dunkelheit.

Und Dunkelheit kann Angst und Widerstand auslösen. Dunkelheit lässt euch emotionale Zustände kennenlernen, die ihr als negativ bezeichnet: Angst, Wut, Widerstand, Traurigkeit, Verzweiflung.  Oft sind dies Reaktionen des Unverständnisses für etwas, das ihr nicht kennt und das ihr nicht versteht. Es ist wie ein Fall ins Unbekannte, Tiefe, ein Sprung in die Dunkelheit. Negativität wird deshalb als negativ erlebt, weil ihr sie nicht begreifen könnt, denn was ihr erlebt, ist überwältigend, es fühlt sich unangenehm an, es fühlt sich schmerzhaft an. „Wie kann das die Absicht eines liebevollen Schöpfers sein?“ Dennoch ist es Teil der Ur-Dynamik der Schöpfung, dass ihr der Dunkelheit begegnet. Gerade als Schöpfer, gerade als Teil von Gott gehört dies zu eurem Weg, zum Leben selbst.

Und ihr werdet sehen, wenn ihr die Dunkelheit begrüßen könnt – wenn ihr in eurem Bewusstsein einen Raum schaffen könnt, in den die Dunkelheit eintreten darf –, dass die Dunkelheit sich mit euch in einen Tanz begibt. Und dass das, was zuerst nur als schmerzhaft und negativ empfunden wurde, euch letztlich vertieft, euch erweitert und weitet. Es lässt euer Bewusstsein wachsen, sodass ihr noch größer werdet und euer Licht noch weiter strahlt und noch tiefer und reicher an Farben wird. Das ist die Bedeutung von Dunkelheit. Sie ist Teil der Schöpfung.

Fürchtet euch nicht vor der Dunkelheit, denn es ist eure Angst vor der Angst, die Angst vor Negativität, die euch davon abhält, euch mit ihr in den Tanz zu begeben. Und der Widerstand gegen die Dunkelheit ist immer schlimmer als die Dunkelheit selbst. Die Dunkelheit selbst ist neutral: Sie ist was sie ist. Aber euer Widerstand dagegen, euer Urteil über sie macht sie zu einem Gegenpol, einem Feind. Und das Leben ist darauf ausgerichtet, die Dunkelheit erkunden und umarmen zu wollen. In dem Moment, wo ihr euch dagegen wehrt, wehrt ihr euch auch gegen das Licht und den natürlichen Drang des Lichts, sich auszudehnen.

Ich möchte euch einladen, Frieden zu schließen mit der Dunkelheit als einer Gegebenheit, als einer Ur-Gegebenheit im Leben, in der gesamten Schöpfung. Dies ist eine große Umstellung in eurem Bewusstsein.

So oft seid ihr auf der Suche nach dem Licht, sehnt ihr euch nach Licht, Freude, Harmonie, Frohsinn und Sanftmut – und das ist in Ordnung, es ist menschlich. Niemand will Dunkelheit erleben. Dunkelheit ist im Grunde wie wenn ein Fremder, ein ungebetener Gast, an eure Tür klopft. Ihr selbst sitzt in eurem Haus, ihr habt es euch dort gemütlich gemacht, habt es nach eurem Geschmack und euren Ideen eingerichtet. Das Haus gehört euch, ihr lebt darin, ihr wohnt darin, eure Vorstellungen und Ideen werden darin manifest, dies ist euer Haus auf der Erde, eure Lebenswelt.

Und wenn dann Dunkelheit kommt, wird gewissermaßen an eure Tür geklopft und steht da ein Fremder in der Tür. Dieser Fremde fragt, ob er hereinkommen darf, und er fühlt sich für euch nicht gut an. Er trägt um sich die Sphäre des Unbekannten, des nicht Vertrauten, in seiner Ausstrahlung ist etwas Konfrontatives, ihr wisst nicht, was ihr mit ihm machen sollt. Könnt ihr ihn hereinlassen? Denn er will bei euch sein, in eurem Haus. Er vermittelt euch vielleicht ein unheimliches Gefühl, und wenn ihr ihn hereinlasst, dann müsst ihr in eurem Haus gar Raum für ihn schaffen.

Das Hereinlassen dieses Fremdlings steht für unerwartete und unangenehme Ereignisse in eurem Leben, für Rückschlag und Verhängnis. Wenn ihr „Ja“ zu diesem Fremden an eurer Tür sagt, sagt ihr „Ja“ zum Leben. Und es wird nicht leicht fallen, denn mit dem Eintritt des Fremden in euer Zuhause lasst ihr Veränderung zu, und diese Veränderung ist oft nicht die Art von Veränderung, die ihr euch gewünscht, erhofft oder erwartet habt.

Der Fremde nimmt Änderungen in eurem Haus vor, durch die sich das Haus nicht mehr vertraut anfühlt und ihr euch nicht mehr so zuhause fühlt wie zuvor. Mit diesem Fremden zusammenzuleben, den das Schicksal euch da bringt, verursacht euch ein unangenehmes Gefühl. Sicherheiten fangen an, ins Rutschen zu kommen und euer ganzes Haus verändert sich dadurch, Räume werden eingerissen! Und wenn es in eurem Leben um eine wirklich tiefe Krise geht, darum, euch in großem Umfang von dem Vertrauten in eurem Leben zu verabschieden, dann wird durch die Ankunft dieses Fremden gar das ganze Haus abgerissen. Könnt ihr fühlen, wie intensiv ihr dann vom Leben herausgefordert werdet, „Ja“ zu sagen? Könnt ihr dann noch vertrauen?

In dem Fremdenverbirgt sich ein Bote. Es ist ein Teil eurer Seele, der da in der Tür steht, den ihr vergessen, den ihr weggeschoben hattet und der jetzt durch eine Reihe von Ereignissen in eurem Leben wieder zu euch kommt. Es kann sein, dass dieser Fremde in Form eines schicksalhaften Ereignisses kommt – sei es, wenn ein geliebter Mensch stirbt, durch eine Trennung von eurem Geliebten, durch einen Konflikt mit eurem Kind, durch innere Probleme, die hochkommen, unverarbeitete Wunden, Emotionen in euch selbst.

Der Fremde kann in allen Formen und Größenordnungen an eure Tür klopfen, aber ich sage euch: Wenn ihr „Ja“ zu ihm sagt, ihn hereinlasst und zulasst, dass er eine  Veränderung in euer Leben bringt, wird der Fremde sich schließlich in einen Boten verwandeln, jemanden, der euch etwas Wertvolles bringt. Doch erst am Ende seines Besuchs, wenn alles dem Erdboden gleichgemacht zu sein scheint, euer Haus sich bis zur Unkenntlichkeit verändert hat oder sogar vollständig abgerissen ist, erst dann wird deutlich, was er euch zu geben und zu bringen hat.

Gerade in Zeiten von tiefer Dunkelheit und Krise entsteht irgendwo auf eurem Lebensweg eine Öffnung, eine Chance, zu erkennen, zu realisieren, wer ihr seid. Ihr dachtet, ihr wärt der Bewohner des Hauses, das ihr selbst gebaut habt, ihr habt euch mit den Zimmern identifiziert, mit den Möbeln und allem, was sich im Haus befand. Ihr habt euch mit bestimmten Rollen identifiziert, die ihr in eurem Leben gespielt habt. Ihr habt gedacht, dass ihr all das wärt.

Krise und Dunkelheit konfrontieren euch immer mit der Relativität all dessen. Ihr verliert etwas und geratet als Mensch mitunter dann in eine Fixierung auf das, was ihr verliert, doch im Verlust wird ein Raum für etwas anderes sichtbar. Wenn ihr alles Weltliche verliert, entsteht Raum für ein Bewusstsein für eure Göttlichkeit. Dieser Raum ist heilig. Und er wird gerade in tiefen Momenten des Zweifels und der Verzweiflung spürbar und greifbar.

Darum kann tiefe Dunkelheit die Geburt großen Lichts bewirken: ein Bewusstsein für euren tiefsten Kern, eure Essenz, eure Göttlichkeit, eure Unvergänglichkeit und eure Unabhängigkeit von allem, mit dem ihr euch bis dahin identifiziert hattet.

Dunkelheit kann alles Vertraute aus eurem Leben fortreißen. Ein Teil von euch zieht sich dann vor Elend und Angst zusammen. Aber ein anderer Teil kann erwachen und aufstehen und erfahren, dass eine Kraft in euch ist, die ihr nicht benennen könnt – es ist die Kraft des Lebens selbst.

Ich bitte euch jetzt, innerlich einmal mit mir mitzugehen: Als ich auf der Erde lebte, war ich selbst ein Fremder, der an die Türen der Menschen klopfte und sie bat, das Vertraute loszulassen. Ich gab ihnen ein Versprechen – ein Versprechen, das Möglichkeiten beinhaltete, Möglichkeiten für ein anderes Leben, ein anderes Bewusstsein, dafür, näher bei Gott zu wohnen. Doch ich bat die Menschen, dafür alles Vertraute aufzugeben – ihre Rollen, das, was sie in ihrem Leben aufgebaut hatten –, und offen zu sein für etwas Größeres. Oftmals kann dieses Größere, das ihr im Wesen selbst seid, erst zu euch kommen, nachdem ihr sehr viel verliert.

Seht nun einmal, ob ihr selbst in eurem Leben erlebt, dass ein Fremder an eure Tür klopft: Gibt es ein Gefühl, eine Emotion, die euch dauerhaft belastet, eine Sorge, über die ihr oft grübelt, oder etwas, das euch das Herz schwer macht? Gebt diesem Problem oder diesem Gefühl einmal das Angesicht dieses Fremdlings, der da an eurer Türe steht. Und schaut, wie er aussieht. Sieht er armselig aus oder eher furchterregend? Welche Emotion ist in seinem oder ihrem Gesicht sichtbar? Und könnt ihr zu dieser oder diesem Fremden „Ja“ sagen? Könnt ihr ihn in euer Haus einladen? Selbst wenn ihr nicht wisst, welches seine Bedeutung ist und was er oder sie euch bringen wird: Könnt ihr akzeptieren, dass er oder sie nicht ohne Grund auf euren Lebensweg gekommen ist?

Setzt euch dann miteinander vor das Kaminfeuer. Fühlt die Anwesenheit dieser Person. Und dann fühlt, dass ihr die Kraft in euch habt, „Ja“ zu sagen, der oder dem Fremden einen Platz zu geben, zu vertrauen. Denn das ist im Grunde heute meine wichtigste Botschaft: Bewahrt euer Vertrauen!
Ihr könnt auf einer abstrakten Ebene verstehen, dass Dunkelheit Teil der Schöpfung ist und zu ihr gehört und wertvolle Energien in sich trägt, dass sie Teil des Schöpfungsprozesses ist. Aber als Mensch kann euch manchmal sehr schwer zumute sein, wenn ihr euch von den Gefühlen der Mutlosigkeit und Schwermut in dieser Seins-Sphäre überwältigt fühlt.

Ich bitte euch, dann dennoch zu vertrauen. Vertraut mir. Seht mein Gesicht in diesem Fremden, der da in eurem Leben ist, der euch aufstört, euch aus dem Gleichgewicht bringt. Seht mein Gesicht im Gesicht dieses Fremden. Ich komme, um euch etwas zu bringen und ihr wisst noch nicht was. Es ist ein Versprechen. Und „ich“ bin nicht ein anderer, ich bin ihr. Ich bin Teil eines größeren Bewusstseins, des Feldes der Christus-Energie, und ihr alle seid Funken davon, Teilchen davon, ebenso wie ich. Indem ihr mich im Gesicht des Fremden seht, der oder die an eure Tür klopft, nehmt ihr Verbindung mit dem Christus-Wesen in euch selbst auf.

Seid offen für mich. Ich urteile nicht über gut oder böse, über hell oder dunkel.

Ich möchte euch von eurer großen Kraft überzeugen, der Kraft, die in eurem Herzen schlummert. Es ist die Kraft des „Ja“-Sagens, auch wenn alles in euch schreit: „Nein!“ „Nein, das kann ich nicht ertragen“, „Nein, das ist nicht gut“, „Nein, das ist nicht fair“, „Nein, das habe ich nicht verdient“, „Nein, das fühlt sich zu schwer an, ich schaffe das nicht.“ All das ist sehr menschlich, sehr verständlich. Aber ich weiß, dass in euch eine Kraft ist, die größer ist, eine Kraft, die „Ja“ sagt, und in dem Moment, wo ihr diese Kraft in eurem Herzen versammeln könnt, beginnt das Leben mit euch mitzufließen. Denn das „Nein“-Sagen, so logisch es auch erscheinen mag, steht mit dem Gesetz des Lebens im Widerspruch.

Und wenn ihr „Ja“ sagt, kommt das Universum mit seiner Hilfe zu euch und bewegt das Leben sich mit euch mit und werdet ihr sehen, dass Licht am Horizont erscheint und dass Wunder geschehen können: unvermutete Quellen der Hilfe und Ermutigung.

Ich wünsche euch, dass ihr euch für das Leben entscheidet, und ich strecke meine Hand aus, um das Leben gemeinsam mit euch zu feiern.

Danke, dass ihr da seid.

© Pamela Kribbe

Übersetzung: Yvonne Mohr


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