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Jeshuas Channelings Deutsch

Pamela Kribbe & Gerrit Gielen

Der innere Richter

Der innere Richter

Jeshua, gechannelt durch Pamela Kribbe

Liebe Menschen,

ich bin Jeshua. Ich bin bei euch, ich stehe hier mitten unter euch und halte eure Hände.

Ich bin gemeinsam mit euch hier, ihr seid nicht allein. Ihr seid in eurem Leben hier auf der Erde umgeben von Unterstützung, Liebe und Ermutigung von unserer Seite jenseits des Irdischen. Diese Welt, aus der ihr gekommen seid, als ihr auf der Erde geboren wurdet, ist immer noch direkt bei euch, sie ist euer Zuhause, sie ist die Sphäre, in der sich eure Seele zuhause fühlte, ehe ihr auf die Erde kamt.

Mitunter verliert ihr euch in den Illusionen, den Ängsten, der Not und der Negativität auf der Erde. Denkt dann daran, dass euer Zuhause ganz nahe bei euch ist. Fühlt es hier und jetzt um euch herum – die Anwesenheit von Führern, lieben Freunden auf der anderen Seite, euren Brüder und Schwestern. Sie haben Teil an dem, was ihr hier und jetzt in eurem Leben tut, und sind an eurem Weg beteiligt.

Ihr müsst wissen, dass, wenn eine Seele, erneut beschließt, auf der Erde geboren zu werden und als Mensch zu leben, dann ein ganzes Team von engagierten Führern, Helfern und Lehrern da ist, die gewissermaßen mit dieser Seele mitreisen. Ihr seid wirklich bei weitem nicht so allein, wie ihr denkt. Und ihr müsst nicht so genau wissen, wer da alles um euch herum ist, vielmehr ist wichtig, Gefühls-Kontakt mit ihnen aufzunehmen, weil euch dies Ruhe schenkt, wenn ihr wisst, dass dieses Leben auf der Erde zu einem gewissen Grad ein Spiel ist, ein Ausflug, den ihr macht.

Die andere Wirklichkeit – die Wirklichkeit, die endlos und unbegrenzt ist –, ist in unmittelbarer Nähe, die Wirklichkeit, in der ihr mit euren Freunden und Geliebten verbunden seid. Fühlt ihre Gegenwart hier und jetzt, in diesem Raum. Fühlt, was sie euch sagen wollen.

Ihre Rede und ihre Botschaft sind so anders als die Art und Weise, wie ihr selbst euch oft behandelt. Selbst seid ihr oft so streng und negativ euch selbst gegenüber und in Bezug auf das, was ihr erreicht habt, was ihr doch alles hättet tun müssen und können, aber nicht getan habt. Diese Selbstkritik ist so stark, dass eure Ausstrahlung, euer Licht darunter leidet. Mit dieser Art von Urteilen zieht ihr euch selbst herunter und blockiert den freien Ausdruck eurer Seele.

Vergleicht diese negative Selbstkritik, die euch durch alle Tage hindurch begleitet, einmal mit der Art und Weise, wie eure geistigen Führer und Freunde von der anderen Seite euch begegnen. Schaut ihnen einmal in die Augen, was vermitteln sie euch, was senden sie zu euch aus? In ihnen liegen Achtung und Respekt dafür, wer ihr seid und womit ihr auf der Erde befasst seid und was ihr auf der Erde tut. Und darin liegen Gleichgesinntheit und Freundlichkeit, Kameradschaft und Unterstützung und Ermutigung. Dies sind die Energien, die sie euch senden wollen und mit denen sie euch umgeben wollen. Wie wäre es, wenn ihr all das wirklich in eurem Leben empfangen könntet? Wenn ihr euch selbst tatsächlich durch ihre Augen sehen könntet?

Probiert das einmal. Versetzt euch mitten in die liebevollen, freundlichen Wesen hinein, die um euch herum stehen. Seht ihre strahlenden Gestalten, ihr Wohlwollen, ihre Freundlichkeit. Sie stehen in einem Kreis um euch herum. Stellt euch vor, dass ihr euch mit ihren Augen anseht. Versetzt euch in ihre Gestalten hinein oder wählt eine von ihnen aus, die euch besonders auffällt, und geht in diese hinein. Fühlt das offene Herz dieses geistigen Führers, dieses Freundes. Seht, mit wie viel Mitgefühl er oder sie euch ansieht. Er oder sie betrachtet euch, euren Weg auf der Erde, aus einer Atmosphäre der Einheit und Verbindung heraus.

Seht eure eigene Energie oder Aura einmal durch diese Augen. Schaut, ob ihr wahrnehmen könnt, dass ihr eine Last tragt. Dass ihr gebückt geht, unter einer bestimmten Belastung, unter der Last negativer Selbsturteile und dessen, immer das Gefühl zu haben, nicht wirklich richtig zu sein, wie ihr seid, dass ihr Dinge besser machen müsst, anders machen müsst. Dass ihr versagt.

Wie sieht euer geistiger Führer das?

Und könnt ihr euch der Last bewusst werden, die ihr tragt? Für Manche ist sie so selbstverständlich geworden, dass sie ihnen zu einer zweiten Haut geworden ist, die sie kaum noch bemerken. Ihr denkt es ist ok und normal, euch immer zu kritisieren, zu kommentieren, zu bewerten und zu planen, wie die Dinge sich ändern sollen, wie ihr es anders machen werdet, wie es besser sein wird. Doch diese innere Stimme holt euch aus dem Jetzt heraus, sie holt euch aus dem heraus, was ist. Und diese Stimme erzeugt daher auch mehr Angst, als es nötig ist.

Mitunter gibt es Dinge im Leben auf der Erde, die Angst hervorrufen. Stellt euch einmal vor, ihr geht in den Wald und trefft auf einen Bären. Dann habt ihr Grund, Angst zu haben. Oder ihr überquert eine Straße und plötzlich kommt ein Auto auf euch zu, auch dann habt ihr Grund, Angst zu haben. Hier kann man von Ängsten sprechen, die einen direkten Sinn haben, von einer realen Angst, die euch hilft, die richtigen Maßnahmen zu ergreifen, einen Schritt zurückzutreten oder Schutz unter einem Baum zu suchen. Das ist eine angebrachte Angst.

Doch die Angst, die euch beinahe konstant begleitet, ist keine echte Angst. Sie entsteht aus eurer beständigen Be- und Verurteilung eurer selbst, durch die letztendlich ein stetiges, grundlegendes Gefühl in euch herrscht, nicht gut zu sein, es besser machen zu müssen und euch daher gejagt, unter Druck gesetzt zu fühlen – eine Art negativer Motor, der immer im Hintergrund brummt und Unruhe verursacht und euch das Gefühl vermittelt, ihr könntet euch nicht wirklich entspannen.

Dann wird Angst zu etwas Chronischem, was sich auf lange Sicht auch auf euren Körper auswirken kann. Ihr fühlt euch dann täglich sehr angespannt, und darauf wiederum hören eure Emotionen. So leben viele Menschen. Und dies weicht enorm von eurem natürlichen Seins-Zustand ab. Euch ist bestimmt, frei zu sein, gemäß eurer Natur zu leben, wie sie euch gegeben ist. Nicht indem ihr lange und sorgfältig an euch arbeitet, sondern aus eurem spontanen, ursprünglichen Wesen heraus. Ihr seid es.

Wie aber findet ihr euch darin ein? Wie durchbrecht ihr das Hintergrundgeräusch von Urteil und Angst, das euch so selbstverständlich begleitet? Der erste Schritt besteht darin, zu erkennen, dass dieses Geräusch da ist. Wie oft kommt es vor, dass ihr euch in euren Gedanken herunterzieht, euch selbst kritisiert oder beurteilt und gar nicht merkt, dass ihr das tut? Es ist ein Automatismus geworden.

Ihr wisst im Grunde nicht mehr, wie es sich anfühlt, euch selbst positive und nahrhafte Gedanken zu senden. Es kommt euch beinahe künstlich vor, wie eine Fälschung, wie ein Trick. Ist das nicht wirklich traurig, dass ihr so sehr mit Negativität vertraut seid, dass ihr sie nicht mehr als solche erkennt? Sie ist wie ein grauer Schleier, der über den Menschen hängt, den sie aber nicht mehr als solchen wahrnehmen. Eure geistigen Führer aber tun das durchaus. Sie sehen sehr deutlich, dass es nicht selbstverständlich oder natürlich ist, dass ihr euch unter diesem grauen Schleier verbergt. Deshalb versuchen sie beständig, euch daran zu erinnern, dass ihr, die, die ihr wirklich seid, unter diesem Schleier verborgen seid und dass ihr ihn ablegen könnt. Dass es euch schmückt und gut tut, das zu tun. Dass ihr anders als andere sein dürft, dass ihr euch von den Urteilen und den Ängsten befreien könnt, die euch seit Jahrhunderten vorgelebt wurden. Denn dieses ganze Muster, von dem ich jetzt spreche, ist nicht einfach so entstanden. Es wurde von Generation zu Generation weitergegeben.

Macht euch klar: Wie entstehen solche Muster? Wer oder was hat euch einst weisgemacht, dass ihr nicht gut seid so wie ihr seid? Dass ihr euch ändern müsst, euch umformen müsst, nach allen Kräften euer Bestes geben müsst, hart dafür arbeiten müsst, um Zustimmung zu erringen. Wer oder was hat euch das einst erzählt?

Bei den Menschen entsteht, wenn sie sich von der Quelle getrennt fühlen, ein Bedarf an Macht. Und Macht übt man aus, indem man Menschen glauben macht, sie selbst würden sich nicht auskennen, sie selbst würden Dinge nicht können. Ihr erhebt euch dann als ihren Anführer, als eine Autorität, als jemand, von dem die Menschen abhängig sind. Das ist es, was Macht tut.

Ein Machthaber profitiert davon, wenn die Menschen sich selbst als minderwertig erachten. Das gibt ihm oder ihr den Raum dafür, Macht zu ergreifen und auszuüben. Macht ist im Wesentlichen dasselbe wie Kontrolle auszuüben.

Dies ist auf der Erde seit vielen Jahrhunderten in sehr vielen Gesellschaften geschehen. Das Bedürfnis nach Macht und danach, Macht auszuüben, sitzt tief in der kollektiven Psyche des Menschen. Man kann im Grunde sagen, dass alle Menschen Teil dieser kollektiven Psyche, dieser kollektiven Energie sind und dass beinah alle auf beiden Seiten gestanden haben – sowohl als Machthaber als auch als Opfer von Macht.

Die Menschheit ist zu einem nicht geringen Teil noch an dieses Machtspiel gebunden und viele von euch erleben eine innere – negative, kritisierende, urteilende – Stimme, die in Wahrheit Ausdruck dieser Machttradition ist: ein Ausdruck der Dominanz von Macht in menschlichen Gesellschaften.

Natürlich hat sich daran bereits vieles verändert. Es gibt auf der Erde viel mehr freie Gesellschaften als in der Vergangenheit. Dennoch ist die wirkliche Befreiung von Macht ein sehr großes Ereignis. Es erfordert ein tiefes Erwachen des individuellen Menschen. Wenn dieses individuelle Erwachen auf einer höheren Ebene stattfindet, wirkt sich dies auf die gesamte Gesellschaft aus und beginnen sich die Strukturen zu verändern. Sie stürzen dann zunächst ein, um dann aber Platz für neue Strukturen zu schaffen. Genau das ist aktuell mitten im Gange.

Doch unterschätzt nicht den Einfluss der Tradition und der Vergangenheit, unter dem ihr noch steht. Es ist an der Zeit, euch von der Vergangenheit freizumachen. Ihr könnt dies jedoch nur tun, wenn ihr erkennt, welche Einflüsse noch bestehen und wie diese sich in euch als Individuum manifestieren. Wie fest seid ihr noch an die Ketten von Macht und Ohnmacht gebunden? In euch lebt jemand, der oder die unter den negativen Urteilen leidet, die ihr über euch selbst fällt. Ihr seid mitunter imstande, euch selbst mit euren Gedanken zu schlagen wie mit einer Peitsche.

Wer ist das, der das tut? Auch in euch lebt ein Machthaber, ein Kontrolleur. Schaut einmal, ob ihr ihn wahrnehmen könnt. Es ist dabei nicht wichtig, woher genau diese Gestalt, diese energetische Gestalt, die ihr in euch tragt, kommt. Aber es kann helfen, sie euch als einen Richter vorzustellen. Schaut einmal in euch hinein. Vermutlich kennt ihr es recht gut, dass ihr negative Gedanken über andere, vor allem aber über euch selbst habt. Dies kann sich auch in der Form von Perfektionismus, von Unzufriedenheit und Ungeduld mit euch selbst zeigen und darin, euch selbst verändern zu wollen.

Stellt euch einmal vor, dass ihr diese Energie nun in der Gestalt eines Richters Form annehmen lasst. Möglicherweise seht ihr einen Mann in einem langen Gewand, doch es spielt keine Rolle, wie ihr sie euch vorstellt, sondern schaut euch vor allem den Ausdruck auf dem Gesicht dieses Mannes an. Wie sieht er euch an? Wie fühlt sich seine Energie an, seine Ausstrahlung? Wie ist seine Stimmung? Und schaut vor allem, wie er euch behandelt. Was macht seine Stimme, seine Ausstrahlung mit euch?  Seht es euch ganz neutral an. Lasst es genau auf euch wirken. 
Das ist die Energie der Macht in euch. Die Energie der Vergangenheit in euch. Dies verursacht die Last, die ihr tragt, die Selbstverleugnung, das Herabsetzen eures eigenen Lichts, eurer Eigenheit und Originalität.

Stellt euch nun vor, ihr seid hier noch immer von euren Führern, euren Freunden, von euren Brüdern und Schwestern von der anderen Seite umgeben. Sie sehen, wer ihr seid, sie sehen euer ursprüngliches Licht. Und jetzt bitte den inneren Richter, den ihr in euch tragt – und ihr tut dies gemeinsam mit euren Führern, mit euren Freunden –, bittet diesen Richter, sich außerhalb von euch zu stellen. „Geht einmal heraus aus mir“, sagt ihr zu ihm und ihr weist ihm einen Platz an, sodass er aus eurem Energiefeld heraustritt.

Und schaut einmal, was das mit euch macht. Wo fühlt ihr eine Last von euch abfallen? Vielleicht fühlt ihr es direkt in eurem Körper. Wo spürt ihr es in euch dadurch klarer werden? Und was macht ihr jetzt, nun wo er fort ist? Was gesteht ihr euch selbst jetzt zu?

Wenn ihr leicht Energien spüren oder Farben sehen könnt, stellt ihr möglicherweise fest, dass sich in eurer Aura etwas verändert, dass es dort größer, spielerischer wird oder mehr Farben bekommt. Vielleicht fühlt ihr es aber auch einfach nur, ein Gefühl der Entspannung, wenn all das Müssen, der Zwang wegfällt.

Seht, ob ihr diese Richtergestalt weiter zurücktreten lassen könnt. Fühlt euch frei, befreit. Es ist viel mehr Raum um euch herum, wenn diese Stimme wegfällt, es wird stiller und offener und ihr erdet euch dadurch stärker, mit beiden Füßen auf dem Boden. Euer Kopf wird leerer. Es scheint, als ob ihr jahrhundertelang unter Hypnose gestanden habt. Fühlt einmal, wie traurig, wie bedrückend es war, dass euch so lange weisgemacht wurde, dass ihr versagt, dass ihr nicht gut seid, dass ihr euch ändern müsst, euch steigern müsst. Dass ihr nicht eurem spontanen Wesen und eurer Natur folgen dürft.

Seid euch der Tiefe der stattgefundenen Unterdrückung bewusst. Genau diese Erkenntnis, dieses Bewusstsein hilft euch dabei, euch davon zu befreien. Es ist eine Entdeckungsreise, die ihr mit euch selbst antretet – wenn das Alte langsam, Schicht für Schicht abgeschält wird, entdeckt ihr, wie schön ihr seid, wie rein und einfach ihr seid.

Nehmt euch Zeit für diese Entdeckungsreise. Es kann gut sein, dass die Gestalt des Richters, des Urteilens, wieder in euer Energiefeld zurückkehrt. Es ist eine hartnäckige, beharrliche Gestalt, aber jetzt wisst ihr, wer es ist. Ihr könnt ihn bitten, sich zurückzuziehen. Ihr könnt euch daran erinnern, wer ihr seid, und die Meisterschaft über euer eigenes Energiefeld zurückfordern. Ihr seid hier das Oberhaupt – nicht im Sinne eines Herrschers oder Machthabers, sondern in dem Sinne, dass ihr seid, wer ihr seid: ein Kind des Lichts. Ihr seid gut so wie ihr seid.

Ich grüße euch voller Liebe und Freundschaft.

© Pamela Kribbe

Übersetzung: Yvonne Mohr


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